Europaschule Köln









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Dagmar Naegele zum Abschied

Nach 23 Jahren als Schulleiterin der Europaschule Köln entließ die Schulgemeinde Dagmar Naegele mit einem denkwürdigen Verabschiedungs-Triathlon in den wohlverdienten Ruhestand.

Den Auftakt bildete am Mittwoch, den 28.01.2015, die Verabschiedung der Schülerschaft. Im PZ der Europaschule präsentierten die Schülerinnen und Schüler ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm getreu dem Leitbild „Europa“ und überraschten ihre scheidende Schulleiterin mit einem Kunstwerk aus Ton, das, so Dagmar Naegele, „schon bald in meinem Garten stehen wird.“ Nach Danksagungen und Grußworten der SV und des designierten Schulleiters, Christoph Blickberndt, bedankte sich Dagmar Naegele in einem „finalen Staatsakt“ standesgemäß und verordnete den Schülerinnen und Schülern einen schulfreien Nachmittag – nicht ohne „ihrer“ Europaschule vorher ein neues Schulfoto geschenkt zu haben. Großer Jubel allenthalben...

Der nächste Akt fand zwei Tage darauf im Theatersaal der Europaschule statt. Unter dem Motto „Essen und Kultur“ hatte Dagmar Naegele das gesamte Kollegium zu einem bunten Abend eingeladen. Das Team um Mensaleiter Herr Reissdorf zeichnete für den sehr gelungenen Programmteil „Essen“ verantwortlich, fachmännisch unterstützt von Servicekräften aus der Jahrgangsstufe 13. Für die sehr abwechslungsreichen kulturellen Beiträge sorgten die ehemaligen Mitglieder der Schulleitung, Frau Dr. Schröder, Frau Stroth, Herr Kolbe und Herr Kühler, die Texte rund um das Thema „Essen“ rezitierten. Abgerundet wurde der Abend durch Reden des Lehrerates sowie der Schulleitungsmitglieder Monika Alper und Christoph Blickberndt. Dagmar Naegele ließ das Kollegium gleichsam gerührt und fassungslos zurück, indem sie jeder bzw. jedem der 109 (!) anwesenden Kolleginnen und Kollegen einen individuell verfassten Abschiedsbrief überreichte. Das Kollegium revanchierte sich: Dagmar Naegele sieht in Zukunft höchstwahrscheinlich sehr ausgiebigen Radtouren auf ostfriesischen Pfaden entgegen.

Der Abschluss der Feierlichkeiten bestand dann am Freitag, den 06.02.2015, im offiziellen Festakt zur Verabschiedung von Schulleiterin Dagmar Naegele, wiederum im PZ der Europaschule. In den durchweg sehr persönlichen Festreden ihres Nachfolgers als Schulleiter, Christoph Blickberndt, den Vertreterinnen der Bezirksregierung Köln, Frau Bergkemper-Marks und Frau Dr. Scheffel, der Beigeordneten der Stadt Köln, Frau Dr. Klein, sowie des Sprechers der Schulleitungsvereinigung der Gesamtschulen NRW (SLV GE), Herr Dahlhaus, wurde eindrücklich an die Verdienste von Dagmar Naegele um die Idee von Gesamtschule im Allgemeinen und ihrer Umsetzung an der Europaschule im Besonderen erinnert: Nach 15 Jahren an Kölner Gymnasien wurde Dagmar Naegele 1993 als Schulleiterin an die damalige Gesamtschule Raderthal/Zollstock abgeordnet. Die Lehrerin für Sozialwissenschaften und Geschichte trieb gemeinsam mit ihrem Schulleitungsteam von Anfang an das Konzept einer europäisch orientierten, modernen Gesamtschule vehement voran und bereits 1994 war die Europaschule Köln „geboren“. Es folgten Jahre zeit- und reiseintensiver Netzwerkarbeit quer durch den Kontinent, 1999 gründete sich unter Federführung der Europaschule das „Netzwerk europaorientierter Schulen“ (NEOS e.V.), 2007 wurde der Schule der Status „Europaschule NRW“ verliehen. Seitdem ist die Europaschule Köln im „Arbeitskreis Europaschulen in NRW“ (ARGEUS) maßgeblich an der Beratung und Zertifizierung von Bewerberschulen mitbeteiligt.

Auch die Würdigung der umfangreichen schulpolitischen Arbeit von Dagmar Naegele als Sprecherin der SLV GE, im Landesvorstand NRW der „Gemeinnützigen Gesellschaft Gesamtschulen“ (GGG) oder im „Kölner Kreis der Gesamtschulen“ kam deutlich zum Ausdruck, ebenso wie die Erleichterung darüber, dass Dagmar Naegele ihre langjährige Erfahrung weiterhin als ehrenamtliches Mitglied dem Schulausschuss der Stadt Köln zur Verfügung stellen wird. Beschrieben wurde aber vor allem eine Schulleiterin, die „gegen alle Widerstände einer verhaltensoriginellen Bürokratie“ (D. Naegele) stets eine glühende Vertreterin „ihrer“ Schulform war, überzeugt vom Konzept des längeren gemeinsamen Lernens sowie eine Verfechterin der Idee von Schule als Ort interkultureller Begegnung. Diese Haltung wurde auch in den Grußworten der Vorsitzenden der Elternpflegschaft, Frau Laukat, sowie der Schülervertretung, repräsentiert durch Katharina Schütte und Florian Heer, überaus deutlich.

Von ebenso hoher Qualität wie die Festreden waren die Darbietungen der Schülerinnen und Schüler, die eigens zu diesem Anlass passende Stücke eingeübt hatten. Von der Begrüßung in allen Wahlsprachen über die Darbietungen der Darstellen & Gestalten-Kurse, den Liedbeiträgen der Musikprojekte und des Lehrerchors bis hin zum Poetry-Stück des 13. Jahrgangs kam es zu Standing-Ovations der Festgemeinde. Die Schlussworte gehörten dann Dagmar Naegele, die sich bei allen Schülerinnen und Schülern, den Eltern, den Kolleginnen und Kollegen sowie bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Europaschule Köln aufs herzlichste für die Zusammenarbeit in den zurückliegenden 23 Jahren bedankte. Sie betonte nochmals die Wichtigkeit des „politischen Ortes“ Schule und die Bedeutung der Schulstruktur mit ihrer „Tragweite für jedes einzelne Kind“. Abschließend wünschte Dagmar Naegele ihrem langjährigen Stellvertreter und Nachfolger Christoph Blickberndt viel Erfolg bei den zukünftigen Aufgaben, nicht ohne ihm ein kleines, eher ungewöhnliches  Geschenk zu überreichen: „Lieber Christoph, die Europaschule ist wie ein Paar Pantoffeln: einfach reinschlüpfen und wohlfühlen.“ Nach lange anhaltendem Applaus klang der Nachmittag bei vielen persönlichen Gesprächen und sehr leckeren „fliegenden Häppchen“ der Hauswirtschaftskurse und der Schülerfirma „milchig“ sehr entspannt und gemütlich aus.

Den ungezählten Beteiligten und Mitwirkenden gebührt großes Lob und Anerkennung für die Vorbereitung und Durchführung dieser drei sehr schönen und feierlichen  Veranstaltungen.

Die Schulgemeinde der Europaschule Köln wünscht Dagmar Naegele alles Gute, viel Glück und Gesundheit auf ihrem weiteren Lebensweg.

 

Opens external link in new windowInterview mit Dagmar Naegele, KStA vom 03.02.2015